Schwierige Schwangerschaft-Keine Unterstützung vom Partner.

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In diesem Eintrag möchte ich ein bisschen über meine erste Schwangerschaft erzählen und darüber, was ich rückblickend anders machen würde.

Im Oktober 2016 fand ich heraus, dass ich schwanger bin. Ungeplant. Ich war noch nicht sehr lange mit meinem damaligen Freund zusammen, trotzdem entschied ich mich für das Kind.

Er sagte zwar auch, dass er es wollen würde, allerdings erfuhr ich im Nachhinein, dass er das auf Druck seiner Familie sagte und das bekam ich die ganze Schwangerschaft über zu spüren.

Er war viel unterwegs, arbeitete im Ausland. Ich war oft alleine und in der Stadt in der wir lebten, hatte ich nicht viele Bekannte. Die, die ich hatte, wendeten sich in der Schwangerschaft von mir ab, da Dinge wie feiern gehen oder allgemein zusammen ausgehen, sich nun als schwierig darstellten. Entweder ging es mir selbst nicht gut oder ich war nicht so gelöst wie normalerweise, da ich keinen Alkohol trank und mit dem Gedanken im Hinterkopf ein Baby im Bauch zu haben, sowieso vorsichtiger war.

Ich war nun also viel alleine, was mir zu schaffen machte und oben drauf machte mein Ex-Lebensgefährte keine Anstalten, mich unterstützen zu wollen. Im Gegenteil, im Laufe der Schwangerschaft machte ich Entdeckungen, die mich sehr verletzten. Ich möchte hier nicht alles ausplaudern, weil immer zwei Menschen zu einer Beziehung gehören, aber was sehr schlimm war, er hat mich betrogen und machte mir große finanzielle Schwierigkeiten. Von meinen Hormonen überhäuft, hatte ich damals allerdings nicht die Kraft sofort den Schlussstrich zu ziehen.

Wenn ich heute auf diese Katastrophe einer Beziehung zurückblicke, frage ich mich tatsächlich, wieso ich nicht einfach gegangen bin. Ich hätte mir viele Tränen erspart. Allerdings fehlte mir damals das Selbstbewusstsein dazu.

Mein Rat für eine Frau in ähnlicher Situation:

Wenn ihr merkt, dass ihr unter eurer Beziehung leidet (egal ob schwanger oder nicht), dann sucht das Gespräch. Sollte euer Partner verständnislos sein oder sogar beleidigend und abwertend euch gegenüber werden: GEHT! Ist die Grenze der Respektlosigkeit einmal überschritten, gibt es oft kein Zurück mehr. Dann schätzt und liebt er euch nicht, egal wie sehr ihr euch das einredet oder wünscht.

Ich war am Ende meiner Beziehung so weit unten, dass ich teilweise selbst nicht mehr wusste wer ich bin. Nicht im Sinne davon, dass ich nicht mehr wusste wie ich heiße und wo ich wohne, ich wusste einfach nicht mehr was mich ausmacht. Warum ich gut bin, was ich kann. Ich fühlte mich einfach minderwertig, weil er mir das über Monate eingeredet hat. Niemals im Leben, würde ich mir so etwas wieder bieten lassen. Und überhaupt, sollte kein Mensch sich so etwas gefallen lassen.

Erspart euch den Kummer und geht. Führt euer eigenes Leben, auch wenn es erstmal schwer erscheint. Am Ende einer toxischen Beziehung, geht es einem früher oder später immer besser.

Auch ich bin nicht einfach darüber hinweggekommen. Es dauerte mindestens ein Jahr. Ein Jahr in dem ich mich immer wieder motivieren musste weiter zu machen und wieder zu mir selbst zurück zu finden. Es war sicher nicht leicht, aber obwohl jeder weiß, dass das Leben mit einem Neugeborenen kein Zuckerschlecken ist, gab meine Tochter mir sehr viel Kraft und das Gefühl, etwas sehr gut zu können.

Lasst euch niemals unterkriegen und egal wie tief ihr gefallen seid, steht immer wieder auf. Es lohnt sich.

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